NEIN zur Nichtnutzung natürlicher Ressourcen

Waldfläche im Landeseigentum als naturverträgliche Produktionsfläche stillzulegen und den nachwachsenden Rohstoff Holz nicht zu nutzen, bedeutet für unsere Zukunft einen wirtschaftlichen Selbstmord auf Raten.
Vertiefung

Abbildung von Sägeholz

Wir fordern, unsere Kulturlandschaft mit den gepflegten Waldbeständen als regionale Besonderheit weiter auf gesamter Waldfläche verantwortungsvoll zu bewirtschaften. Unser Ziel ist es, den Nordschwarzwald als ein Kleinod für Heimatbewusstsein, für verantwortliche Pflege und wirtschaftliche Nutzung zu erhalten.

Wirtschaftliches Planen und Handeln müssen kein Gegensatz zu den Zielen von Naturschutz und Ökologie sein. Beide zusammen  – frei von ideologischen Träumen – können Wirtschaftskraft, Tier- und Pflanzenschutz, Erholungswert und Schönheit der Landschaft in Einklang bringen. Daher fordern wir, dass unser Nordschwarzwald weiterhin behutsam, fachkundig und nachhaltig bewirtschaftet wird. Damit auch diejenigen, die nach uns kommen, diese einmalige Kulturlandschaft genießen, nutzen und schützen können!

Klimaschutz ist die zentrale Herausforderung unserer Zeit. Die sozialen, ökologischen und ökonomischen Folgen des Klimawandels für Mensch und Natur sind zu mindern. Die Suche nach Konzepten steht an vorderster Stelle auf nationaler wie internationaler politischer Ebene. Gerade von namhaften Umweltverbänden wird gefordert, mehr für die CO2-Einsparung zu tun.

Die Ausweisung eines Nationalparks von mindestens 10.000 ha steht dem diametral entgegen! Warum?
In einem Nationalpark findet keine Holznutzung statt. Es wird ein Waldzustand angestrebt, in dem Werden gleich Vergehen ist. In so einem Fall wird kein CO2 mehr gebunden. Es besteht ein Gleichgewicht zwischen dem CO2, das durch wachsende Bäume gebunden wird, und dem, das bei der Zersetzung abgestorbener Bäume wieder freigesetzt wird.

Dagegen ist ein nachhaltig bewirtschafteter Wald eine CO2-Senke: Grundsätzlich wird nur so viel Holz genutzt, wie in der gleichen Zeit nachwächst, und zusätzlich wird durch die Nutzung von Holz  CO2 langfristig gebunden:

  • Jeder Kubikmeter heimisches Holz, das in Bauwerken, Möbeln oder Werkstoffen verwendet wird, entzieht der Atmosphäre auf lange Sicht CO2 – bei einem Holzbalken sind dies schon mal mehr als 100 Jahre.
  • Bei der Verwendung von Holz als Brennstoff wird CO2 vermieden, das durch Nutzung von Öl, Gas oder Strom zur Wärmegewinnung freigesetzt würde.
  • Durch Nichtnutzung unseres heimischen Holzes auf einer Fläche von 7.500 ha  stünden jährlich ungefähr 2.500 LKW-Ladungen Holz aus unserer Region nicht mehr zur Verfügung. Für die heimischen Sägewerke hätte dies größere Transportentfernungen mit zusätzlichem CO2 Ausstoß zur Folge.
  • Wenn der ökologische Rohstoff Holz gar durch Kunststoff, Beton, Stahl etc. ersetzt würde, wären die Klimafolgen noch drastischer.