NEIN zum großflächigen Versuchslabor

Kein großflächiges Versuchslabor aus Selbstzweck für die Naturschutzideologie! Natürliche Prozesse lassen sich in den bestehenden Bannwäldern des Nordschwarzwaldes untersuchen. Der Nordschwarzwald darf nicht als „Alibi-Wildnis“ zweckentfremdet werden.

Vertiefung


Abbildung Bannwald

Bannwald

Wir wollen im Nordschwarzwald die einzigartig schöne gewachsene Kulturlandschaft mit ihrer regionaltypischen Artenvielfalt erhalten, fördern und für alle bewahren! Im Nordschwarzwald gilt seit Jahrzehnten das Leitbild der naturnahen Waldwirtschaft. Erklärtes Ziel sind dabei naturnahe, stabile und leistungsfähige Mischwälder. Diese Wälder besitzen einen Reichtum an Strukturen. Sie sind anpassungsfähig gegenüber Umweltveränderungen und dienen einer Vielzahl heimischer Tier- und Pflanzenarten als Lebensraum.

Waldflächen, auf denen keine Nutzung stattfindet (z. B. Bannwälder) sind wichtiger Bestandteil einer naturnahen Waldbewirtschaftung! Zur Sicherung der Artenvielfalt, zur Erhaltung der Biodiversität unserer wildlebenden Tier- und Pflanzenwelt sowie der Vielfalt der Lebensräume haben die EU- Staaten weiterhin ein europaweites Netz von Schutzgebieten geschaffen: „Natura 2000“ sichert flächendeckend einen pfleglichen Umgang mit Landschaften.

Von besonderem Wert im Wald sind alte Baumbestände mit so genannten Habitat Bäumen und „Totholz“ (absterbende Bäume und bereits abgestorbene Bäume).

Im landeseigenen Wald und in vielen Kommunal- und Privatwäldern wird das Ziel einer Anreicherung von „Totholz“ seit Jahren verfolgt. Im 2010 neu etablierten „Alt- und Totholzkonzept“ wird dieses Ziel im Sinne eines besonderen Artenschutzes im Wald intensiviert und zielgerichtet umgesetzt.