JA zur Waldwirtschaft

Die Holzernte einzustellen – wie für Nationalparks gefordert – kann für die regionale Waldwirtschaft den Exitus bedeuten. Der Rohstoff Holz wächst „vor der Tür“ und ist Existenzgrundlage für viele kleine und mittelständische Familienbetriebe der Region. Holz ist im Nordschwarzwald eine sehr wertvolle Ressource, die nachhaltig bewirtschaftet wird.
Vertiefung

Wirtschaftswald

Holz aus den naturnah und pfleglich bewirtschafteten, heimischen Wäldern ist ein einzigartiger, weil nachwachsender, umweltfreundlicher Rohstoff.
Holz ist aus Umweltschutzaspekten unverzichtbar, es ist der einzige Rohstoff, der mit kurzen Transportwegen und niedrigem Energieaufwand erzeugt werden kann.
Holz hat eine unschlagbare Ökobilanz.

Beim Rohstoff Holz herrscht Rohstoffknappheit. Die Nachfrage wächst weiter. Baden-Württemberg ist bereits jetzt Holzimportland.
Durch die Einrichtung eines Nationalparks Nordschwarzwald sinkt die Verfügbarkeit von heimischem Holz nach Abschluss der Entwicklungsphase (75 % Kernzone ohne Eingriffe) um rund 50.000 Erntefestmeter.
Kleine und mittelständische Sägebetriebe der Region versorgen sich seither mit über 50 % ihres Holzbedarfs vor Ort. Sie wären zukünftig gezwungen, dieses Holz aus entfernten Regionen zu beziehen mit der Folge der Verteuerung des Holzeinkaufs aufgrund erhöhter Transportentfernung. Die Betriebe wären in ihrer Existenz bedroht.

Das geringere Auftragsvolumen bedeutet für die örtlichen Holzeinschlags- und Rückeunternehmer einen steigenden Konkurrenzkampf um verbleibende Holzmengen, dadurch geringere Einnahmen und Konkursgefahr.

Nein zum Nationalpark Nordschwarzwald, ja zu einer flächendeckenden, naturnahen Forstwirtschaft, die über das Land verteilte Schutzgebiete und Trittsteine einbettet in einen auf ganzer Fläche hochwertig und pfleglich behandelten Wirtschaftswald, wie es das „Alt- und Totholzkonzept“ von Forst BW vorsieht. Es beinhaltet, dass bis 2020 ca. 23.000 Hektar Waldfläche aus der Bewirtschaftung genommen werden.
Auch dann können Bäume ihren natürlichen Lebenszyklus vom Werden bis zum Vergehen durchlaufen. Allerdings nicht isoliert in einigen wenigen „Reservaten“, sondern integriert in ein Mosaik von Schutz und Nutzung.