JA zur Natur

Abbildung Distel mit HummelKompromissloser Naturschutz – wie für Nationalparks gefordert – bringt keinerlei Vorteile gegenüber bereits be­stehenden Maßnahmen und Einrichtungen. Der Nordschwarzwald verfügt heute bereits über zahlreiche Bannwälder und Naturschutz- bzw. Natura-2000-Gebiete. Sensible Natur­räume stehen also bereits unter Schutz und/oder werden nicht mehr bewirtschaftet. Dies hat sich als eine gelungene Symbiose zwischen Schutz und Nutzung der Natur bewährt.

Vertiefung


Die den Nationalpark im Nordschwarzwald vorantreiben suggerieren:
„Ein Nationalpark mit stillgelegten Flächen bringe in jedem Falle positive Effekte für die Natur. Eine Stilllegung großer Waldgebiete führe automatisch zu einer größeren Artenvielfalt (…).“ Aussagen, die schlüssig klingen, beim näheren Hinsehen aber so nicht richtig sind. (Siehe: Ja zum Schutz seltener Arten).

Argumentiert wird ebenfalls mit „ohnehin schon vorhandenen Schutzgebieten“, bei denen man sich als Laie vorstellt, dass dort schon heute kein Mensch mehr eingreift. Das mag für die Bannwälder stimmen; für Schonwälder, Flora – Fauna – Habitat Flächen, wie auch für die Vogelschutzgebiete (Natura 2000 Gebiete) gilt dies nicht. Deren heutiger Zustand beruht größtenteils auf – PFLEGE. Europäisches Recht untersagt für diese Flächen ausdrücklich eine „starke Veränderung des Lebensraumes“, bezogen auf bestimmte seltene Arten, die dort vorkommen.

Jungfichte verdrängt Heidelbeere

Jungfichte verdrängt Heidelbeere im Bannwald

Den Kritikern eines Nationalparks Nordschwarzwald, die sich hier zu Wort melden, liegt die Natur sehr am Herzen.

Sie wollen sie nicht nur schützen, sie wollen sie für kommende Generationen nachhaltig bewahren.