zickzackschmiedelWas blieb dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Claus Schmiedel anderes übrig, als aus seinem Auftritt im Landtag eine Lachnummer zu machen? Bis heute hat er kein einziges substanzielles Sachargument artikuliert, was die Einrichtung eines Nationalparks hier im Nordschwarzwald rechtfertigen würde. Selbst die Größe des Bannwalds Wilder See, auf die sich Schmiedel in seinen Ausführungen bezog, dampfte er von 150 Hektar mal eben auf 50 Hektar zusammen. Aber sei’s drum, des isch für den Clausi net so wichtig! Erwähnenswert ist sein Angriffsversuch auf die CDU! Einen „Zick-Zack“-Kurs hätte man eingeschlagen. Von einer klaren Position bei der CDU sei in der ganzen Diskussion nichts erkennbar gewesen. Augenscheinlich hat im das „Zick-Zack“ große Freude bereitet. Und da war er nicht alleine! Sowohl seine roten Genossen als auch die grünen Freunde klopften sich auf die Schenkel. Kasperl Clausi war offensichtlich in seinem Element. Wie dies bei den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern aus der Region ankam? Clausi, was meinsch? Isch wurscht, oder?

Jede(r) Psychologe/in hätte an diesem Tag eine Freude daran gehabt, zu beobachten, wie sich ein Politiker vor seinem Publikum verhält, wenn er vom ersten bis zum letzten Satz seiner Rede sein Tun und Handeln mit Un- und Halbwahrheiten rechtfertigt. Nervös, hektisch, stiernackenrollend, rhetorisch tölpelhaft und argumentativ fragwürdig hat der verantwortliche Minister Bonde sein Prestigeobjekt Nationalpark vor der Öffentlichkeit gerechtfertigt. Und damit nicht genug! Er dankte z. B.  der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Er hofierte den ehemaligen Minister Erwin Vetter (CDU) und selbst der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) wurde mit lobenden Worten bedacht. Ja, was ist den hier los, fragt sich der Unbedarfte? Will Bonde das Parteibuch wechseln? Kaum vorstellbar! Er würde sicherlich das gleiche Schicksal erleiden, wie der Oswald – Sie wissen schon! Wurde wenigstens ein valides Sachargument vom Minister in die Waagschale geworfen? Fehlanzeige! Bonde hielt konsequent an seiner bisherigen Linie fest: täuschen, die Sorgen und Nöte vieler Bürgerinnen und Bürger ignorieren und ideologischen Ziele ohne Skrupel diktieren.

Nicht wirklich wichtig war da noch Edith Sitzmann, die Fraktionsvorsitzende der Grünen. „Heute ist ein guter Tag für Baden Württemberg“ jubelte sie und spulte dann g’schwind die schon 100x gehörten Rechtfertigungsphrasen der selbsternannten Gutmenschenpartei ab.

Es gab aber auch Licht im Tunnel! So waren zumindest die Ausführungen der beiden Opositionsparteien erhellend. Sowohl Dr. Rapp (CDU) als auch Dr. Bullinger (FDP) haben mit nachvollziehbaren Argumenten begründet, warum sie dem vorgelegten Gesetzentwurf der Grün-Roten Landesregierung nicht zustimmen werden.

Vor dem Landtag hat sich ferner eine stattliche Zahl von unseren Mitstreitern eingefunden! Man hat sich vom Nordschwarzwald auf in die Landeshauptstadt gemacht, um Gehör zu finden. An dieser Stelle vielen Dank für dieses Engagement. Unser Netzwerk funktioniert wie am ersten Tag!

Das rief sofort auch den Ökoapokalyptiker Dr. Andre Baumann auf den Plan, der zu einer Gegendemonstration der Nationalparkbefürworter aufrief. Dem werten Leser sollte jetzt Angst und Bange um die armen Schwarzwälder werden. Der Nabu-Chef persönlich mit seinen Mitstreitern vor dem Landtag. Im Epizentrum der Grünen. Da, wo die die meisten Befürworter zu vermuten sind … .

Die Realität sah aber ganz anders aus! Eine handvoll blau drapierter, trist und frustriert dreinblickender Aktivisten verloren vor dem Landtag. Dazwischen der mürrisch agierende Hardliner Baumann, der längst seine Seele der Grün-Roten Landesregierung verkauft hat. Traurig schaute es aus, das ganze grüne Theater. Doch nicht alles ist so, wie es auf den ersten Blick erscheint. Wohl dem, der sich sicher wiegt, in seiner ideologischen Selbstgefälligkeit. Wo ist die Vernunft, die alles in Wohlgefallen auflösen könnte? Möglicherweise gar nicht mehr fern! Wir werden sehen.