E-Mail-Eingang am 17.6.2013 eines Nationalparkbefürworters

Von: xxx*
Anschrift: xxx*
PLZ/Ort: 71069 Sindelfingen

 

Betreff: Klein, blau und süß – aber auch für den Urhahn

Nachrichtentext:
Zu meiner Person:
Ich bin ein (stolzer) Schwarzwälder, ein Naturfreund (und ein leidenschaftlicher Makro- und Naturfotograf).
Ein Erlebnis im Herbst 2012:
Wir waren oberhalb des Biberkessels (in Richtung Obergrind) unterwegs und haben Heidelbeersammler getroffen (7 Personen – auch mit Heidelbeerkamm). Sie hatten schon viele größere Gefäße gefüllt. Freundlich haben wir sie darauf hingewiesen, dass die Heidelbeeren im Schutzgebiet für uns Menschen tabu sind, und dass ein Sammeln solch großer Mengen für das Auerwild kritisch ist. Die Heidelbeersammler waren aber sofort sehr aufgebracht. „Ich hätte nicht das Recht, Sie aus dem Wald zu vertreiben“. Das war auch nie meine Absicht. Die Heidelbeersammler wurden aber immer aufgebrachter. „Sie würden schon seit vielen Jahren hier regelmäßig Heidelbeeren sammeln und ich solle zum Teufel gehen.“ Ein normales Gespräch war nicht mehr möglich.

Deshalb machten wir uns auch schnell auf und gingen weiter zur Brettlhupferhütte. Dort hatten wir uns mit Bekannten verabredet. Kurz vor der Hütte kam uns ein älteres Ehepaar entgegen. Sie hatten zwei Körbe dabei. Diese waren bis zum Rand mit Preiselbeeren gefüllt. Wir wollten keinen weiteren Disput und gingen deshalb wortlos an den Beiden vorbei.
Nach dem Treffen mit unseren Bekannten (an der Brettlhupferhütte) machten wir uns wieder auf den Rückweg. Nach circa 4 Stunden waren wir wieder bei unserem Auto, welches wir bei der Rasthütte Seibelseckle geparkt hatten. Wir verstauten unsere Rucksäcke und entledigten uns unserer Wanderschuhe. Zur gleichen Zeit kamen die uns bekannten Heidelbeersammler aus dem Wald (4 Erwachsene und drei Kinder). Alle Hände mussten tragen helfen. Vielleicht war das auch „kommerzielles Sammeln“. Sie haben ihre kostbare Fracht in ihre zwei Autos mit Rastatter Kennzeichen verladen. Ich habe die Kennzeichen der Autos notiert. In der ersten Verärgerung wollte ich diese Sammler beim Naturschutzzentrum Ruhestein melden. Ich habe es dann aber doch nicht gemacht, denn eigentlich verstehe ich ja, dass Menschen Heidelbeeren pflücken – wir selbst mögen diese Beeren ja auch.
Am Hohen Ochsenkopf (Beckerweg), an der Hornisgrinde – überall in den möglichen Schutzgebieten habe ich schon viele Heidelbeersammler gesehen – oft auch mit Heidelbeerkamm (Riffel).

Das Sammeln von Beeren und Pilzen gehört grundsätzlich zum Leben des Menschen. Wir haben uns schon immer von der Natur ernährt. In einem Naturschutzgebiet wo das Sammeln jedoch explizit verboten ist, sollten sich die Menschen auch an diese Anweisung halten.
Jedoch sollten die Naturfreunde ja auch keinen Müll im Wald hinterlassen. Und doch ist der Wald oft verdreckt, oder? Es halten sich eben viele Menschen nicht an die Regeln. Leider ist deshalb eine Kontrolle der Waldbesucher notwendig. Und das geht am besten mit einem Nationalpark.

Für Auerhuhn und Sperlingskauz, für Dukatenfalter und Dreihzehenspecht, für Rosmarinheide, Wollgras und Sonnentau und für viele andere zoologische und botanische Kostbarkeiten wäre ein Nationalpark sehr, sehr nützlich.
Was ich bei vielen Nationalparkgegnern feststellen musste, ist die Tatsache, dass sie den Schwarzwald nicht wirklich kennen. Meine Frau und ich wandern fast jedes Wochenende – gerne auch im Winter. Oft machen wir auch einen Abend-Spaziergang. Deshalb kennen wir den geliebten Schwarzwald auch wirklich sehr gut. Ich selbst habe mit Menschen gesprochen, welche ausgewiesene Gegner eines Nationalparks im Schwarzwald sind. Sie waren noch nie in ihrem Leben am Wildsee (weder am Wildsee beim Ruhestein, noch am Kaltenbronner Wildsee). Sie kennen weder Dreifürstenstein noch Falkenstein, weder Ellbachsee noch Windgfällweiher, weder Burgbach-Wasserfall noch Zweribachwasserfälle, weder Krunkelbach noch Darmstätter-Hütte, weder Altsteigerskopf noch Gisiboden. Was man nicht kennt, kann man auch nicht wirklich schätzen und lieben – und was man nicht liebt will man dann auch nicht wirklich schützen.

Nationalpark Berchtesgaden
Die Gründung des Nationalparks wurde im Jahre1978 von den umliegenden Gemeinden stark kritisiert, denn diese wollten eine Seilbahn zum Watzmann bauen. Mit der Zeit wuchs in der örtlichen Bevölkerung die Akzeptanz für den Nationalpark. Und heute sind die Berchtesgadener und alle Bayern stolz auf diese idyllische Natur.

Biosphärengebiet Schwäbische Alb
Die anfängliche Skepsis vieler Beteiligter – der Gebietskörperschaften ebenso wie der Wirtschaft – wich bald vorsichtigem Interesse. Heute haben dieselben Akteure verstanden, dass eine Mitwirkung an einem UNESCO-Biosphärenreservat eine große Chance für die Region bedeutet.

Nationalpark Hainich (Thüringen)
Ausgezeichnet mit dem Weltnaturerbetitel wurden zuletzt 380.000 Besucher im Jahr verzeichnet. Der (BN)-Vorsitzende Weiger betonte, dies sei die optimale Förderung der vorher total unbekannten Waldregion. (BN – BUND Naturschutz)
Fünf Jahre nach der Ausweisung zum Nationalpark lobte der ehemalige Nationalpark-Gegner und hessische CDU-Landwirtschaftsminister Wilhelm Dietzel den Nationalpark:
„Der Nationalpark ist zum Erfolgsmodell und Besuchermagnet für die Region geworden“.

Kriminelle Holzfirmen plündern global die Naturressourcen der Erde (z. B. in Brasilien und Indonesien, oder der Dem. Rep. Kongo). Zu Recht verlangen wir den Schutz dieser tropischen Regenwälder. Es ist dann jedoch absolut beschämend, wenn wir nicht 0,7% unserer eigenen Waldfläche als Schutzraum zur Verfügung stellen.

Nationalparks sind Schatzkammern der Natur. Sie sind die Hotspots für Artenvielfalt. Wir haben die Pflicht, unser Naturerbe für unsere Kinder und Enkel zu bewahren.

Mit freundlichen Grüßen
xxx*

*Name und Anschrift aus Datenschutzgründen entfernt

 


Dieses Mail wurde über das Kontaktformular von Unser Nordschwarzwald e. V. (http://www.unser-nordschwarzwald.de) gesendet

_________________________________________________________

Beantwortung der E-Mail vom 17.6. von Unser Nordschwarzwald e. V.

Sehr geehrter Herr xx*,

vielen Dank für Ihren Brief. Da Herr Fischer vom Verein „Unser Nordschwarzwald“ zeitlich nicht in der Lage ist, sämtliche Mails zu beantworten, haben wir diese Aufgabe zum Teil übernommen.

Lieber Herr xxx, wir denken, wir sind uns in unserer Einstellung zur Natur näher als Sie annehmen. Deshalb können wir auch gut verstehen, dass Sie sich über die Heidelbeersammler und auch über die Wanderer, welche überall Ihren Müll hinterlassen, geärgert haben. Dies geht uns ebenso.

Als Waldbauern ärgern wir uns noch über viel mehr: So zum Beispiel über Wanderer, die meinen, Sie müssten die von uns jahrelang hochgepäppelten Bäume mit Ihren Schnitzkünsten verzieren. Oder der Personenkreis, welcher vor Weihnachten einfach seinen Christbaum im (Privat-) Wald holt – oft genug genau die Bäume (Tannen!), die unbedingt hätten stehen bleiben sollen. Und über Diebe, die Brennholz entwenden. Wir könnten noch mehr Beispiele anfügen.

Solches Verhalten ist verboten. Trotzdem machen es manche rücksichtslose Zeitgenossen. Sie haben wahrscheinlich recht, wenn Sie sagen, dass da manche Nationalparkgegner dabei sind. Aber glauben Sie nicht auch, dass darunter ebenfalls NP-Befürworter sind? Solch ein Fehlverhalten wird es aber mit Sicherheit auch in einem NP geben, so wie es dies bereits jetzt beispielsweise auch in den Bannwäldern gibt. OK, im NP gibt es dann noch mehr Ranger, die nach dem Rechten schauen und gegebenenfalls auch Strafen verhängen. Im besten Fall werden manche ihr Fehlverhalten einsehen; im schlechtesten Fall werden die umliegenden Wälder (und die Tiere darin) umso mehr zu leiden haben.

Unsere Erfahrung ist auch, dass sich viele Befürworter gar nicht tiefer mit der Thematik NP beschäftigt haben. Da bekommt man nur anklagend zu hören: „Wie könnt Ihr als Naturschützer gegen den Nationalpark sein.“ Auch deshalb möchten wir Ihnen gerne einige Argumente, die aus unserer Sicht gegen den NP sprechen, mitteilen (dies sind bei weitem nicht alle!).

Es gibt leider nicht nur NP-Gegner sondern auch so manche Befürworter, denen die Natur egal ist. Denen geht es darum, den Tourismus zu fördern, den Bau von Windräder zu verhindern usw. Bei so manchen, die sich als Befürworter geoutet haben, stellen wir auch eine große Diskrepanz zwischen ihrem Umweltverhalten im Alltag und ihrer Forderung nach einem Nationalpark fest. Ist für diese die Forderung nach einem Nationalpark nur das Feigenblatt, welches ihr Gewissen bezüglich des sonstigen Umgangs mit der Natur, beruhigen soll?

Ob der Nationalpark der optimale Weg ist, das Beste für die Natur, die Artenvielfalt und das Klima zu erreichen, wurde in den Arbeitskreisen, die sich mit der Einrichtung des NP beschäftigt haben, übrigens nicht untersucht bzw. in Frage gestellt! Siehe Positionspapier der Förster. Dieses kann auf der Seite www.unser-nordschwarzwald.de abgerufen werden. Warum diese Vorfestlegung? Geht es doch nur um ein Prestigeprojekt und spielt der Naturschutz nur eine untergeordnete Rolle?

Wir sind der gleichen Ansicht wie Sie, wenn Sie schreiben, es sei gut, dass auf den Watzmann (wahrscheinlich Hocheckgipfel?) keine Seilbahn gebaut wurde. Auch wir waren schon im NP Berchtesgaden, jedoch nicht wegen dem NP, sondern weil wir sehr gerne bergwandern und unbedingt mal die Watzmannüberschreitung machen wollten. Auch wir sind als Gäste in die NP-Statistik eingeflossen, obwohl wir nicht wegen dem NP dort unsere Urlaube verbracht haben, sondern wegen der Landschaft, den Bergen. In der Schweiz wurden übrigens auch ohne Nationalparke so manche Bergbahnen, z. B. auf die Jungfrau, aufgegeben bzw. verhindert.

Leider ist es nun so, dass einige maßgebliche Personen im Zuge der Einrichtung eines Nationalparks Nordschwarzwald verschiedene „Highlights“ bauen wollen. Angedacht ist z. B. eine Seilbahn vom Seibelseckle über den Mummelsee hinweg bis zur Hornisgrinde (siehe Badische Zeitung, 05.12.2012). Also genau dies, was Sie beklagen, wird hier nun im Zuge der Schaffung eines Nationalparks vorgeschlagen und geplant! Außerdem sind u. a. angedacht: Safari im Nordschwarzwald (Großgehege mit 1.000 ha), Zeppelinbahnhof(!), Baumwipfelpfad….. – ist dies die Aufgabe eines Nationalparks? Dient dies dem Naturschutz, der Umwelt? Entspricht dies der Zielsetzung eines Nationalparks? Viele, die für den NP gestimmt haben, wünschen sich genau dies und haben deshalb dafür gestimmt!

Sie schreiben, dass allein der Nationalpark Hainichen letztes Jahr 380.000 Besucher hatte. Die Frage darf aber gestellt werden: Ist Massentourismus, verbunden mit den ganzen Umweltproblemen, die Zielsetzung eines Nationalparks? Abgesehen davon, bitte informieren Sie sich mal über die Entwicklung der Anzahl der Übernachtungsgäste im NP Berchtesgaden, Bayrischer Wald oder auch im Harz.

Was denken Sie, welches unser größtes Umweltproblem ist? Wir sind uns sicher, dass es die Klimaveränderung mit allen Ihren Folgeerscheinungen (Ausbreitung der Wüsten, Anstieg des Meeresspiegels, Ausbreitung von Schädlingen, Ausbreitung von Krankheiten, Vernichtung der Existenz von Millionen, Verlust der Heimat dieser Menschen, Reduzierung der Artenvielfalt z. B. Eisbären und und und…….) ist!

Sie beklagen zu Recht, dass kriminelle Holzfirmen die Naturressourcen/Regenwälder plündern. Dies ist ein Grund, der für uns auch mit entscheidend ist, warum wir gegen den Nationalpark sind!

Wir haben hier einen seit Generationen nachhaltig (!) bewirtschafteten Wald und keine Wildnis, die man vor den Eingriffen der Menschen (Brandrodungen, Kahlschläge usw.) schützen müsste. Nennen Sie uns eine Branche, die nachhaltiger wirtschaftet, als die Waldwirtschaft hier in Deutschland. Deshalb ist die Ausgangssituation doch eine ganz andere als in den Regenwäldern! Die 53.000 fm, die durch den NP wegfallen (lt. Gutachten), entsprechen übrigens der CO2-Menge von ca. 200.000 Photovoltaikanlagen auf Einfamilienhäusern.

Ist Ihnen eigentlich bekannt, dass Deutschland jetzt schon ca. 4 Mio. Kubikmeter Rohholz importiert? Johannes Enssle, Nabu-Bundesvorstand, hat in einem Vortrag am 8.2.2011 in Berlin davon gesprochen, dass es in Deutschland bis zum Jahr 2020 eine Holzlücke von 30 Mio. Kubikmetern gibt! Wie kann Frau Merkel suggerieren, dass wir zukünftig 5 % der Waldflächen aus der Bewirtschaftung nehmen können (der Nabu will 10% – auch der Wiesen und Ackerflächen!).

Woher soll das Holz dann kommen? Aus Rußland? Aus Skandinavien? Aus dem Regenwald? – Ist dies dann ökologisch? Schauen Sie sich nochmals an, wie dort gewirtschaftet wird und welche Transportwege wir dann damit in Kauf nehmen! Können wir dies wirklich verantworten? Weltweit werden wir um unsere nachhaltige Waldwirtschaft beneidet. Ist es gerecht und ökologisch sinnvoll, wenn wir hier Wald aus der Bewirtschaftung nehmen und dann in anderen Ländern umso mehr eingeschlagen wird? Kennen Sie die Zahlen, wieviel mehr CO2 durch den Wegfall dieser 53.000 fm dann emittiert wird? Bitte die Substitutionseffekte nicht herausrechnen – dies wäre unredlich! Oder haben Sie eine realisierbare Lösung für die Problematik, dass immer mehr Holz nachgefragt wird, bei gleichzeitiger Reduzierung des Angebotes? Vielleicht Fracking wie in den USA?

Sie schreiben, dass es beschämend sei, wenn wir nicht bereit wären, 0,7 % der Fläche für einen NP zur Verfügung zu stellen. Für die Gemeinde Baiersbronn wäre ihr Anteil übrigens beinahe 50% der Gemeindefläche. Wir haben hier in Deutschland bezogen auf die Gesamtfläche: 25 % Naturparke, 3 % Biosphärenreservate, 0,5 % Nationalparke. In BW haben wir 86.281,07 ha (2,41 %) Naturschutzgebiete, 811.349,17 (22,7 %) Landschaftsschutzgebiete, 426.223,94 ha (11,93 %) FFH-Gebiete, ca. 10 % der Fläche sind Vogelschutzgebiete, 130 Bannwälder (Nationalparke im Kleinformat), 18.186,28 ha (0,51 %) Schonwälder, 85.269,41 ha (2,39 %) Biosphärenreservate, die Naturparke umfassen eine Fläche von 1.147.496,36 ha oder (32,11%) der Fläche BW, Richtlinien zur Waldbewirtschaftung z. B. FSC, Alt- und Totholzkonzept – zusammen mit den Bannwäldern bis 2020 7 % der Staatswaldflächen von BW. (Naturschutzgebiete, Bannwälder .. sind teilweise in Naturparken enthalten). Meinen Sie wirklich, wir tun hier nichts? Meinen Sie wirklich, wir können unsere nachhaltige Forstwirtschaft mit dem Raubbau in vielen anderen Ländern vergleichen?

Wenn Sie jetzt denken: Ja aber Fichtenplantagen …. – kennen Sie die Gründe warum es eine Fichtendominanz vor allem in den Kommunal- und Staatswäldern gibt? Ein Grund dafür sind u. a . die großflächigen Abholzungen durch die Franzosen nach dem 2. Weltkrieg (Reparationsleistungen). Schon seit Jahren wird der Wald umgebaut zu einem Mischwald. Da Sie viel im Schwarzwald wandern, wissen Sie, dass es hier auch viele wunderschöne Plenterwälder gibt – was gibt es besseres für die Natur und die Artenvielfalt und das Klima?

Im Gutachten steht übrigens, daß wir bereits jetzt eine überdurchschnittliche Arten- und Lebensraumvielfalt haben (P. 119) . Wissen Sie eigentlich, dass es auch Schutzgebiete gibt, in denen durch Prozessschutz die Artenvielfalt innerhalb weniger Jahre drastisch zurückgegangen ist (z. B. im NP Hohe Tauern: Rückgang der Artenvielfalt auf einer Alpe innerhalb von 15 Jahren von 102 auf nur noch 20 Arten!! Nachzulesen unter: http://derstandard.at/1369363219351/Naturschutz-kann-Artenvielfalt-reduzieren

Im Gutachten zum NP steht übrigens auch: „Waldumbau funktioniert schneller und besser ohne Prozessschutz“ (P. 86).

Ja, über das Gutachten könnte man alleine mehrere Seiten schreiben! Da gibt es Widersprüche, sehr sehr viele Vermutungen, „vergessene“ Fakten usw. Haben Sie eigentlich schon die Evaluierungsberichte (Stärken und Schwächen) zu den bestehenden Nationalparken gelesen?

Wir hätten noch viele Punkte, die wir aufführen könnten, die gegen einen NP sprechen. So z. B. auch die Problematik Borkenkäfer. Wissen Sie, was in British Columbia (Canada) passiert ist? Weitere Punkte sind: Eingeschleppte Schädlinge, Jagd, Umbau des Waldes – Wildverbiss, Waldsterben – Erfahrung aus den 80iger Jahren, Zunahme Hochwasser (P. 125 Gutachten), Bodenversauerung, das Gutachten an sich, Arbeitsplätze, Finanzierung, Ausschluß von Personen aus den Arbeitskreisen, Ehrlichkeit, Nabu, Zielkonflikte, Abstimmungsergebnisse, und und und …..

Wir hoffen, daß Sie es akzeptieren können, dass man, auch und gerade als Umweltschützer, gegen den NP sein kann und dass es für diesen ablehnenden Standpunkt gute Gründe gibt!

Auf jeden Fall wünschen wir Ihnen weiterhin viel Freude an und in unserer wunderschönen Natur.

Freundliche Grüße aus dem Schwarzwald

Xxxx*

 

*Name und Anschrift aus Datenschutzgründen entfernt