Anti-Nationalpark-Demo_vieleDer erste Vorschlag für das Gebiet eines Nationalparks hier im Nordschwarzwald offenbart die Verwundbarkeit von Minister Bonde. Er kapituliert vor dem Bürgervotum im Kreis Calw! Der in der Vergangenheit von der Landesregierung hoch gehandelte Suchraum rund um den Kaltenbronn ist aus dem Rennen. Damit hat sich Bonde einen Bärendienst erwiesen. Denn jetzt wird der Verein „Unser Nordschwarzwald e.V.“ sein Engagement auf die beiden verbliebenen Gemeinden Forbach und Baiersbronn konzentrieren können. Hier ist die Solidarität der Menschen ungebrochen.

Der 4. Juni 2013 war ein guter Tag für den Verein, seine Mitstreiter und für den Nordschwarzwald. Allen Unkenrufen zum Trotz, hat das gemeinsame ehrenamtliche Engagement erneut Wirkung gezeigt. Der Druck auf Minister Bonde wird nicht kleiner!

Zur Erinnerung: In Forbach lag die Wahlbeteiligung der Bürgerbefragung  bei 75,62%. Der Nationalpark wurde mit 82,4% der Stimmen abgelehnt. In Baiersbronn lag die Wahlbeteiligung der Bürgerbefragung bei 68%. Der Nationalpark wurde mit 78% der Stimmen abgelehnt. Beide Gemeinden repräsentieren einen Flächenanteil von rund 85% der jetzt vorgestellten Nationalparkkulisse.

Die „Taschenspielertricks“  der grün-roten Landesregierung und namentlich von Herrn Minister Bonde werden bald ein Ende nehmen. Wie bereits auf unserer Website angekündigt, arbeitet der Verein ‚Unser Nordschwarzwald e.V.‘ intensiv an einem „Schwarzbuch“, das es den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort und weit über den Schwarzwald hinaus erlaubt, sich ein eigenes Urteil von der Arbeit der grün-roten Landesregierung in Baden-Württemberg zu machen.

Hintergrund: Bekanntlich hat die grün-rote Landesregierung ein Gutachten in Auftrag gegeben, das federführend von der Steuer- und Wirtschaftsprüfungsagentur Price Waterhouse Coopers (PwC) umgesetzt wurde. Dass sich die grün-rote Landesregierung hinter den Ergebnissen dieses Gutachtens verschanzt, ist ebenso bekannt. Doch das Gutachten ist gespickt mit vagen Vermutungen, Ungenauigkeiten, Halbwahrheiten und Fehlern. In einer aktuellen Pressemeldung begründet Minister Bonde beispielsweise den Kulissenvorschlag mit den Ergebnissen dieses Gutachtens. Bemerkenswert daran: Um eine räumliche Verbindung zu von der Stadt Baden-Baden angedienten Flächen und dem auf der Gemarkung Forbach liegenden Ochsenkopf überhaupt herstellen zu können, wurde der Staatswalddistrikt Bärenstein, der im Gutachten nicht berücksichtigt war, klammheimlich aufgenommen. Auch dieses Vorgehen hat wieder einmal ‚a G‘schmäckle‘.

Die grün-rote Landesregierung trägt als Auftraggeberin des vorgenannten Gutachtens und den daraus folgenden veröffentlichten Ausführungen, den gewonnenen Erkenntnissen und den von ihr daraus abgeleiteten Maßnahmen die politische Verantwortung. „Augen zu und durch“ wird es nicht geben.