Wir empfehlen sowohl den Medien als auch den Befürwortern,, sich erst zu informieren bevor sie die Nerven ihrer Leser bzw. Mitstreiter unnötig strapazieren.

Zur Frage nach Veröffentlichung der von uns erstellten sog. „Verantwortungsliste“ teilte uns der Landesdatenschutzbeauftragte Jörg Klingenbeil am 28.9.2012 u. a. folgendes via E-Mail mit:

Im Hinblick auf die grundgesetzlich geschützte Freiheit der Meinungsäußerung kann die Veröffentlichung personenbezogener Daten auch im Internet vor allem dann grundsätzlich zulässig sein, wenn die Betroffenen (zuvor) ebenfalls an die Öffentlichkeit gegangen sind, insbesondere im Internet. Denn damit hat der Betroffene die „reine Privatsphäre“ verlassen und sich in die weniger geschützte Sozialsphäre begeben.

Also, wir haben aus öffentlich legal zugänglichen Quellen Personen  identifiziert,  die sich dort eindeutig zu einem möglichen Nationalpark im Nordschwarzwald geäußert haben. Von diesen Personen werden wir in der erwähnten „Verantwortungsliste“  Name, Vorname und die Quelle zur Verfügung stellen.

Wenn man bedenkt, dass in der digitalisierten Welt allein rund 1 Milliarde Menschen im sozialen Netzwerk facebook mit der Veröffentlichung von deutlich mehr privaten Informationen  ihr Innerstes  nach außen kehren, erscheint uns die hier angebrachte Kritik mehr als unangemessen.

Die aufgeführten Personen äußern sich zum geplanten Nationalpark in der Öffentlichkeit sehr indifferent.

Aussagen wie  „einen Nationalpark finden wir toll, … macht Sinn, …brauchen wir, …bringt Vorteile, …ist eine epochale Chance, …sind ja nur 0.2% der Fläche, wilde Tiere werden eine Heimat finden, neue Heilpflanzen retten die Welt usw., usw.“ vermitteln einen zum Teil verklärten Eindruck, der unserer Meinung nicht der Realität entspricht.

Die bereits veröffentlichten Verantwortungsargumente  sollen in der Diskussion mit dazu beitragen, sich der Risiken bewusst zu werden, die die mögliche Einrichtung eines Nationalparks mit sich bringen.