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Stellungnahme zu den Ergebnissen der Bürgerbefragung
vom 12. Mai 2013 – und so geht’s weiter!

titel-schwarzbuchLiebe Mitstreiterinnen, liebe Mitstreiter,

am 12. Mai 2013 haben sich in den Suchraumgemeinden Baiersbronn, Forbach, Bad Wildbad, Bad Herrenalb, Freudenstadt, Seewald und Enzklösterle die Bürgerinnen und Bürger im Durchschnitt mit 75,8 % gegen die Einrichtung eines Nationalparks hier im Nordschwarzwald ausgesprochen. Die befragten o. g. Suchraumgemeinden repräsentieren 72 Prozent der im Gutachten* beschriebenen Suchraumfläche.

Nach der Bürgerbefragung äußerte sich die Landesregierung in den Medien u. a. wie folgt: weiter »

Videomitschnitt Forum der Vernunft

Der Verein Unser Nordschwarzwald e. V.  fordert die Grün-Rote Landesregierung Baden Württembergs auf, vom Vorhaben der Einrichtung eines Nationalparks im Nordschwarzwald abzusehen!

Solange die Landesregierung kompromisslos daran festhält, einen Nationalpark einrichten zu wollen und keinerlei alternative Ansätze in Betracht zieht, hat dieses Projekt aus Sicht des Vereins Unser Nordschwarzwald e. V. wenig mit Bürgerbeteiligung oder gelebter Demokratie zu tun!

Die nachfolgend aufgeführten Punkte bauen aus Sicht des Vereins der Landesregierung und weiteren Beteiligten, die sich für die Einrichtung eines Nationalparks stark machen, eine Brücke, um einen konstruktiven Dialog mit den Bürgern, die die Einrichtung eines Nationalparks im Nordschwarzwald ablehnen, zu beginnen – wenn das überhaupt gewollt ist!
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Menschen am Sankenbachsee

JA zum Menschen

Das Betretungsrecht des Waldes massiv einzuschränken – wie für Nationalparks gefordert – bedeutet für die Menschen den Entzug ihrer Identität! Der Nordschwarzwald besteht aus Wald, Siedlung und Industrie. Dieser Wald dient vielen Menschen als Erholungs-, Freizeit- und Nutzungsraum. Einheimische sehen „ihren“ Wald als prägenden und wichtigen Teil ihrer Heimat, der auch für ihre Versorgung und …

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Abbildung Distel mit Hummel

JA zur Natur

Kompromissloser Naturschutz – wie für Nationalparks gefordert – bringt keinerlei Vorteile gegenüber bereits be­stehenden Maßnahmen und Einrichtungen. Der Nordschwarzwald verfügt heute bereits über zahlreiche Bannwälder und Naturschutz- bzw. Natura-2000-Gebiete. Sensible Natur­räume stehen also bereits unter Schutz und/oder werden nicht mehr bewirtschaftet. Dies hat sich als eine gelungene Symbiose zwischen Schutz und Nutzung der Natur bewährt. …

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Abbildung weibliches Auerwild

JA zum Schutz seltener Arten

Die Natur sich selbst zu überlassen – wie für Nationalparks gefordert – bedeutet nicht automatisch biologische Vielfalt. Die über Jahrhunderte bewährte Kombination aus bewirtschafteten strukturreichen Wäldern mit Totholz und gepflegten Habitatflächen sorgt für mehr Artenreichtum. Im Nordschwarzwald ist der Schutz von seltenen Arten umfassend geregelt. Vertiefung Was hat ein Nationalpark dem Artensterben entgegenzusetzen? 7.500 ha …

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Abbbildung eines Schilderbaumes mit vielen Wanderrouten

JA zum Tourismus

Sowohl der große Andrang von Besuchern als auch deren Kaufkraft – wie für Nationalparks erwartet – sind spekulativ und nicht belegbar. Urlauber erwarten grüne zusammenhängende Wälder, spannende Freizeitangebote, gastronomische Vielfalt und attraktive Übernachtungs- bzw. Aufenthaltsmöglichkeiten. Der Nordschwarzwald, als eine der schönsten Urlaubsregionen Deutschlands, ist hierfür bestens gerüstet und hervorragend aufgestellt. Vertiefung Wir schreiben das Jahr …

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Abbildung Luchspfad

JA zum Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord

Uneingeschränkte Entscheidungskompetenzen – wie für Nationalparks gefordert – lässt der Willkür der Nationalparkverwaltung freien Lauf. Im bereits bestehenden Naturpark Schwarzwald/Mitte Nord bleibt die Planungshoheit bei den Kommunen. Im größten Naturpark Deutschlands besteht bereits eine durchdachte und etablierte Infrastruktur. Diese wird regelmäßig mit Natur- und Artenschutzbelangen abgestimmt. Im Naturpark werden Tourismus, Landschaftspflege und Umweltbildung vorbildlich gefördert …

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Wirtschaftswald

JA zur Waldwirtschaft

Die Holzernte einzustellen – wie für Nationalparks gefordert – kann für die regionale Waldwirtschaft den Exitus bedeuten. Der Rohstoff Holz wächst „vor der Tür“ und ist Existenzgrundlage für viele kleine und mittelständische Familienbetriebe der Region. Holz ist im Nordschwarzwald eine sehr wertvolle Ressource, die nachhaltig bewirtschaftet wird. Vertiefung Holz aus den naturnah und pfleglich bewirtschafteten, …

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Abbildung Bannwald

NEIN zum großflächigen Versuchslabor

Kein großflächiges Versuchslabor aus Selbstzweck für die Naturschutzideologie! Natürliche Prozesse lassen sich in den bestehenden Bannwäldern des Nordschwarzwaldes untersuchen. Der Nordschwarzwald darf nicht als „Alibi-Wildnis“ zweckentfremdet werden. Vertiefung Wir wollen im Nordschwarzwald die einzigartig schöne gewachsene Kulturlandschaft mit ihrer regionaltypischen Artenvielfalt erhalten, fördern und für alle bewahren! Im Nordschwarzwald gilt seit Jahrzehnten das Leitbild der …

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Verbote

NEIN zu Einschränkungen

Verbote und Nutzungseinschränkungen sind für den Nationalpark Nordschwarzwald programmiert! Wer hier widerspricht, sagt nicht die Wahrheit! Sensible Bereiche des Nordschwarzwaldes sind bereits heute geschützt. Für Sport und Erholung verfügt unser Wald über ein attraktives Wegenetz. Vertiefung In Deutschland haben wir – als Bürger unseres Landes auch kaum anders vorstellbar – das freie Betretungsrecht des Waldes (und …

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Abbildung von Sägeholz

NEIN zur Nichtnutzung natürlicher Ressourcen

Waldfläche im Landeseigentum als naturverträgliche Produktionsfläche stillzulegen und den nachwachsenden Rohstoff Holz nicht zu nutzen, bedeutet für unsere Zukunft einen wirtschaftlichen Selbstmord auf Raten. Vertiefung Wir fordern, unsere Kulturlandschaft mit den gepflegten Waldbeständen als regionale Besonderheit weiter auf gesamter Waldfläche verantwortungsvoll zu bewirtschaften. Unser Ziel ist es, den Nordschwarzwald als ein Kleinod für Heimatbewusstsein, für …

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Abbildung von Euro Banknoten

NEIN zur Vernichtung von Volksvermögen

Allein der aktuelle Holzvorrat auf einer mit 7.500 Hektar Größe geplanten Kernzone des Nationalparks hat einen Marktwert von 200 Millionen Euro. Zusätzlich kostet ein Nutzungsverzicht den Steuerzahler jährlich mindestens weitere 4 Millionen Euro. Dies ist verantwortungslos und grob fahrlässig gegenüber unseren Kindern. Vertiefung 24% der Waldfläche in Baden-Württemberg sind Staatswald, also im Besitz des Landes. …

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Bildquelle: aboutpixel.de / Stempel © Ralph Müller

NEIN zur Errichtung zusätzlicher Bürokratie

Die Errichtung eines jeden Nationalparks erfordert eine eigene Organisationsstruktur und schafft so ein hohes Konfliktpotenzial mit Gemeinden, Bürgern und Vereinen. Das ist nicht zeitgemäß und verursacht jährlich zusätzliche Kosten in Millionenhöhe. Vertiefung Ein Nationalpark organisiert sich durch eine eigene Verwaltung. Die Dienst- und Fachaufsicht obliegt dem zuständigen Ministerium. Die Nationalparkverwaltung besteht aus einem Leiter, dessen …

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Abbildung Frassbild Borkenkäfer

NEIN zur zügellosen Ausbreitung des Borkenkäfers

Fichtengeprägte Wälder als Totalschutzgebiete auszuweisen ist unverantwortlich. Entwicklungen in anderen deutschen National­parks zeigen weite Flächen abgestorbener Wälder. Dieses Schicksal droht auch dem Nordschwarzwald. Vertiefung Kahle Waldgebiete, wie sie in deutschen Nadelwald-Nationalparks zu sehen sind, können durch Massenvermehrungen von Borkenkäfern entstehen. Voraussetzungen hierfür sind: stark fichtendominierte Waldbestände (wie im „Suchraum“ Nationalpark Nordschwarzwald) das Vorkommen des  Borkenkäfers …

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